Werkstatt Niklaus Weckmann: ELISABETH mit dem Bettler

 

 

1493
Aus Ehingen/Donau, Alb-Donau-Kreis. Schreinfigur von einem Altar der ehemaligen Kapelle des Marchtaler Klosterhofes.

Lindenholz. Bettler und Kanne aus dem Block geschnitten. Rückseite flach und ausgehöhlt. In der Aushöhlung in Kniehöhe ein Holzstück zur Verstärkung eingesetzt. Im Hinterkopf eine runde Aushöhlung. Im Nacken ein Holz stück ausgebrochen. Linke Hand angestückt. Brot ergänzt. Verschiedene Risse ausgespänt. Ausgebrochene Holzstücke ergänzt. Alte Fassung mit Ausbesserungen. Inkarnat blaß getönt. Hule und Kopftuch weißlich. Gewand der Elisabeth und des Bettlers wie auch die Kanne tragen auf dem Bolusgrund eine Silberauflage, die durch Farblasuren durchscheint. Gewand dunkelrot mit blauen Lasuren. Mantel außen vergoldet, innen grünblau. Mantelsaum mit er haben geschnittenen Großbuchstaben verziert, deren Folge keinen Sinn ergibt. Bettler mit kräftigem Inkarnat. Gewand dunkelbraun mit Lasuren. Kanne braun mit Lasuren. Brot braun, im Anschnitt gelblich.
H 101 cm, B 35 cm, T 21,5 cm.

 

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Die heilige ELISABETH, gestorben 1231 in Marburg, übte als Landgräfin von Thüringen große Wohltätigkeit für die Armen. Hier läßt sie einen Bettler aus der Kanne trinken und hält ein Brot bereit.

Lit.: Dursch, 1851, 15, Nr. 46. - Otto, 1927, S. 1 47-148 mit Abb. 156. - Baum, 1929, S. 42, Nr. 116 mit Abb. S. 84. - Paul Schmid, 1934, S. 39, Nr. 116 mit Abb. T. 14. - Weise, 1955, S. 12 mit Abb. 21, 23. - Deutsch, 1968. - Stähle, 1977, S. 40 mit Abb. S. 41. - Brigitte Rechberg, 1983, Nr.12 mit Abb.