Die Vermißten 

Die im vorhergehenden Kapitel genannten Zahlen stammen von nationalsozialistischen Quellen, meistens Lageberichte und schriftliche Mitteilungen auf höchster Ebene.

Berücksichtigt man die Dringlichkeit der Entscheidungen, so sind die Zahlen um so verläßlicher angesichts der beeindruckenden Präsenzstärke die nötig war, um diese gigantische Unternehmen in unserer Region am Laufen zu halten und ihr Regim zu retten.

Alle Minen in unserer Gegend waren betroffen.

Die Zahl der Deportierten, Umgesiedelten und Verschleppten spricht für sich selbst. Durch das schnelle Heranrücken der Alliierten, bestand die Gefahr, daß ihnen Informationen zu den Geheimwaffen in die Hände fallen würden. Speer und Himmler waren sich einig, daß die Deportierten von der Außenwelt abgeschnitten sein müßten. Dies betraf besonders diejenigen, die schon in Peenemünde gearbeitet hatten. Nach Berichten eines Augenzeugen, der zu dieser Gruppe zählte, waren sie besonders streng bewacht und hatten nicht einmal Verbindung zu den anderen Gefangenen des Lagers.

Ein anderer Augenzeuge berichtet, daß die Gruppe der aus Peenemünde über Fallersleben nach Thil Deportierten, kurz vor der Ankunft der Alliierten im Lager von Thil umgebracht worden wären.

Ein weiterer Augenzeuge der fliehen und Unterschlupf im "Maquis de la Meuse" finden konnte, erklärte, daß er die Zahl der Toten nicht genau benennen könnte, daß es aber viele waren, und daß man alle Israeliten erschossen hatte. Fehlende Waggons für den Transport sollen der Grund für diese schreckliche Entscheidung gewesen sein.


Index
| Das KDO. THIL | Hier ist etwas geschehen |
| Die Entwicklung des Namens | Das Rüstungskommando Nancy |
| Warum Thil |Die Zahl der Gefangenen | Die Vemißten |
| Augenzeugen | Die Mittel | Die Zerstörung |
| Fotoreihe zur unterirdischen Fabrik | "Visit to underground - V1 Manufacturing plant" |
| "Anlage Brunhilde" |
| Die Vereinbahrung Volkswagen-Peugeot | Longwy-Thil und Kochendorf |