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Er brachte die Gebeine nach Tamoanchan
- dem Ort unseres Ursprungs -
und als er dort angelangt war
zermahlte sie
die Göttin Quilaztli, die keine andere ist
als Cihuacoatl,
- nämlich Unsere Mutter -
und füllte sie in eine kostbare Schale.

Quetzalcóatl stach sich sodann
in sein Glied und brachte es zum Bluten
und sogleich taten
die anderen Götter Buße,
- tlamacehualiztli - erwarben
Verdienste...
Und sie sagten:
Es wurden, oh Götter,
die macehualtin, die Verdienten"
geboren,
denn um unserethalben
haben die Götter Opfer gebracht.

Leyenda de los soles, 1975, S. 120-121

Und wiederum war es Quetzalcóatl, der daraufhin zum Tonacatepetl, "dem Berg unseres Unterhalts" zog, wo die Maiskörner früherer Zeitalter aufbewahrt waren. Eine Ameise wies ihm den Weg und der Regengott sandte einen Blitz auf den Berg herab, so daß dieser sich öffnete und Quetzalcóatl den Mais zurückzugewinnen vermochte. Zuerst aßen die anderen Götter von ihm und: dann legte er den ersten Menschen davon in den Mund, "damit sie heranwüchsen und stark würden"
(Leyenda de los soles, 1975, S.121).