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Wiedererstehen des Lebens:
das Zeitalter der Sonne
4-Bewegung

Und noch einmal haben die Götter gehandelt. Diesmal fiel der Auftrag Tezcatlipoca und Quetzalcóatl zu. Von der Höhe brachten sie Tlalteuctli herab, Gott und Göttin der Erde. Dieses Wesen glich einem Ungeheuer, einer Verbindung von Fisch und Echse. Sein Körper war voller Augen und Münder. Beide Götter verwandelten sich in Schlangen und wanden sich um das Erdungeheuer. Sie drückten es mit aller Kraft und teilten es in zwei Teile, aus deren einem sie den Himmel machten und aus dem anderen die Erde.

Die Gott-Göttin der Erde wehklagte, und um sie zu trösten, machten Tezcatlipoca und Quetzalcóatl, daß aus ihr Pflanzen, Gras, Blumen und Bäume zuweilen in den Nächten jammern hört. Sie weint und klagt, weil sie menschliche Herzen begehrt und keine Frucht mehr tragen will, wenn man sie nicht mit menschlichem Blute nährt (Teogonía e historia de los mexicanos, 1963, S. 105-106).

Der Gott Quetzalcóatl selbst stieg sodann hinab in das Mictlan, die Region der Toten", um dort die "kostbaren Gebeine" der Menschen zu suchen, die während früherer Zeitalter gelebt haben. Als er dort war, sprach der Herr des Todes, Mictlantecuhtli, mit Quetzalcóatl. Zuerst stimmte er zu, daß dieser die kostbaren Gebeine mitnähme, doch dann widersetzte er sich. Schließlich aber erreichte Quetzalcóatl, Sinnbild göttlicher Weisheit, sein Ziel: